Pädagogische Grundorientierung

Unsere pädagogische Grundeinstellung spiegelt sich in dem Zitat der Bildungskommission aus dem Jahre 1995, das heute aktueller denn je ist, in besonderem Maße wider.

„Haus des Lernens“

Schule als „Haus des Lernens“

  • ist ein Ort, an dem alle willkommen sind, die Lehrenden wie die Lernenden in ihrer Individualität angenommen werden, die persönliche Eigenart in der Gestaltung von Schule ihren Platz findet,
  • ist ein Ort, an dem Zeit gegeben wird zum Wachsen, gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt voreinander gepflegt werden,
  • ist ein Ort, dessen Räume einladen zum Verweilen, dessen Angebote und Herausforderungen zum Lernen, zur selbsttätigen Auseinandersetzung locken,
  • ist ein Ort, an dem Umwege und Fehler erlaubt sind und Bewertungen als Feedback hilfreiche Orientierung geben,
  • ist ein Ort, wo intensiv gearbeitet wird und die Freude am eigenen Lernen wachsen kann,
  • ist ein Ort, an dem Lernen ansteckend wirkt.

Im „Haus des Lernens“ sind alle Lernende, in ihm wächst das Vertauen, dass alle lernen können. Diese Schule ist ein Stück Leben, das es zu gestalten gilt. 1)

1) Bildungskommission NRW: Zukunft der Bildung - Schule der Zukunft. Denkschrift der Kommission „Zukunft der Bildung - Schule der Zukunft“ bei Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen.   Neuwied, Kriftel, Berlin 1995, S. 86 

Besondere pädagogische Schwerpunkte und deren Umsetzung

Eltern und Lehrer haben sich bereits vor einigen Jahren für die folgenden pädagogischen Schwerpunkte in der Erziehungsarbeit ausgesprochen:

  • Förderung von Motivation und Lernfreude
  • Erziehung zur Selbstständigkeit und Verantwortung
  • Einüben positiven, sozialen Verhaltens
  • Stärkung und Förderung des Selbstvertrauens unserer Schüler

Wir versuchen, diese Ziele in der Unterrichtsgestaltung zu erreichen, indem wir

  • abwechslungsreiches Spiel- und Lernmaterial im Unterricht verwenden
  • wechselnde Unterrichtsformen einsetzen
  • klasseneigene Regeln und Rituale finden (z.B. Geburtstagsfeiern, Erzählkreise)
  • gemeinsame Unternehmungen durchführen (z.B. Wandertag, Weihnachtsfeier, Theaterfahrt)
  • die Kinder zu individuellen Vorführungen ermutigen (szenisches Spiel, Gedichte und Lieder vortragen, differenzierte Turnübungen)
  • Bewegung in den Unterricht integrieren (z.B. Bewegungsspiele, Stationen lernen)
  • verschiedene Arten der Reflexion anbieten (z.B. Rollenspiele zur Bewusstmachung und Erarbeitung von Konfliktsituationen)
  • Ordnungsdienste verantwortlich übertragen (Tafeldienst, Blumendienst, Milchdienst, Mülldienst, usw.)
  • differenzierte Anforderungen stellen (Berücksichtigung des Leistungsvermögens eines jeden Schülers)
  • alle Schülerarbeiten würdigen
  • die Schüler anleiten, sich gegenseitig zu helfen (Helferprinzip)
  • Unterrichtsthemen zur Auswahl stellen (unter Berücksichtigung der Stoffpläne) und eigene Themen vorschlagen lassen
  • projekthaftes Arbeiten, Wochenplanarbeit oder Freiarbeit anbieten                      

Bewegte Schule

Bewegung, Spiel und Sport haben an der Grundschule Oberbrügge einen hohen Stellenwert.

Durch die gemeinsam mit dem TUS Oberbrügge genutzte, gut ausgestattete Turnhalle, den modernisierten Sportplatz und die ausgedehnte Spielfläche werden den Schülern und Schülerinnen gemäß ihrem großen Bewegungsdrang vielfältige Möglichkeiten geboten, elementare Bewegungserfahrungen zu machen.

Der Sportunterricht wird zzt. 3-stündig nach den allgemeinen Lehrplanbedingungen erteilt.

Die 3. Schuljahre haben, aufgeteilt in zwei Gruppen im 14-tägigen Rhythmus Schwimmunterricht bzw. Sportunterricht. Der Schwimmunterricht wird im Lehrschwimmbecken des Schulzentrum Halver gegeben.

Hervorzuheben ist im außerunterrichtlichen Schulsport an unserer Schule der Pausensport. Die Grundschule verfügt über ein weitreichendes Sport- und Wiesengelände, das Kindern vielfältige Bewegungsmöglichkeiten bietet, z. B. den Sportplatz mit Sprunggrube, eine 100 m-Bahn, ein Fußballfeld mit Toren, zwei Basketballständer, eine lange Rutsche, eine Freilichtbühne, zwei Schaukeln, eine Tischtennisplatte, eine Vogelnestschaukel, Hüpfpilze, Reckstangen, ein Klettergerüst, ein Kletterrondell, Wackelsteg und Balancierbalken.

Zudem stehen den Schülern Kleingeräte wie Seilchen, Bälle, Stelzen und Tennisspiele in Klassen-Bewegungskisten zur Verfügung. In der überdachten Pausenhalle sind diverse Hinkelspiele aufgemalt, die zum sozialen Spielen einladen.

Durch das Teich- und Wiesengelände werden Unterrichtsgänge im Bereich der Umwelterziehung anschaulich und bewegungsaktiv möglich. Auch kann weiteren flächenübergreifenden Themen, die einen bewegungsaktiven Schwerpunkt haben, wie die Verkehrserziehung und Radfahrausbildung, an unserer Schule besonders Rechnung getragen werden, da der Sportplatz und die Umgebung dafür direkt zur Verfügung stehen.

Ebenso lädt die Umgebung Oberbrügges dazu ein, ortsnahe Wanderungen zu unternehmen.

Einmal im Jahr, meistens im Sommer, wird ein Schulsportfest durchgeführt. Dabei stehen „Bewegung, Spiel und Spaß“ im Mittelpunkt, doch bietet es auch die Möglichkeit, das Sportabzeichen zu erwerben.

Ein weiterer festgelegter Schulsporttag ergibt sich aus dem jährlich stattfindenden Fußballturnier zwischen den umliegenden Grundschulen.

Bewegungsaktivitäten im Unterricht, die zur Rhythmisierung des Schulvormittages beitragen, sind fest in den täglichen Unterricht eingebunden. So werden in allen Klassen Bewegungsanlässe geschaffen

  •  durch Wechsel der Unterrichtsformen, wie Sitzkreise, Gruppenarbeit, Freiarbeit und Wochenplan
  •  durch Unterrichtsgänge im Bereich Sachunterricht und Naturbeobachtungen am Teich, in Wald und Wiese
  •  durch Kreis-, Koordinations-, Konzentrations-, Wahrnehmungs- und Reaktionsspiele
  •  durch Bewegungslieder
  •  durch Entspannungssituationen.